Sprache und Regeln – Ein Netzwerk einrichten

Wie ein Netzwerk funktioniert. Was wird benötigt? Was braucht man, um ein Netzwerk aufzubauen?

Wenn man die Netzwerktechnik nicht von Anfang an gelernt hat, kann es aufwändig sein, sich in die Technik einzudenken. Grundsätzlich besteht Kommunikationstechnik aus zwei Begriffen.

Kommunikation und Technik. Die IP-Welt ist ein System aus Kommunikation und Technik.

In der Kommunikation gibt es Regeln, die eingehalten werden sollten wenn man sich untereinander verstehen will. Dazu zählen, Sprache, Start und Stopzeichen, Reihenfolgen in denen gesprochen wird, gegenseitiges zuhören, Nachfragen ob das Gesagte auch angekommen ist, und ggf. auf Feedback warten ob es auch verstanden wurde.

Die Technik wird so aufgebaut, dass Regeln eingehalten werden, Protokolle abgearbeitet und Sequenzen bestätigt werden können.

Was also benötigt wird, ist zum einen das Verständnis einer funktionierenden Kommunikation, und zum zweiten der Umgang mit der Technik. Gerätehersteller haben diese Mechanismen nicht immer gut umgesetzt.

Wenn ein Produkt eine Verbindung zu einem zweiten Gerät benötigt, müssen Regeln in der Kommunikation zwischen ihnen eingehalten werden. Die Geräte sind Online.

Online sein bedeutet, dass unterschiedliche Parameter eingestellt werden, welche die Rahmenbedingungen zur Kommunikation stellen. Hier finden Sie einen Text zu Thema „Online sein“. Um einen kurzen Einstieg in das „Online sein“ zu bekommen empfehle ich diesen Blog vorab z

Kommunikation braucht Regeln und die gibt es in der Netzwerktechnik.

Kein Sprechen ohne Zuhören, keine Kommunikation ohne Kommunikationspartner. Jedes Endgerät benötigt ein weiteres Endgerät, um kommunizieren zu können. Wenn eine Nachricht verschickt werden soll, z.B. ein Einschalt-Signal einer Automationsschnittstelle, ist dies nur dann sinnvoll, wenn ein weiteres Gerät dieses Einschaltsignal auch erkennt und eine Aktion ausführt, z.B. Licht an am Kontakt einer Aktorschnittstelle. Der Ansprechpartner kann dabei im selben Raum sein, im selben Gebäude oder aber auch in einer anderen Stadt. Wenn wir als Menschen miteinander kommunizieren, dann sprechen wir uns an. Im selben Raum reicht ein Blickkontakt, im selben Gebäude ein lautes rufen. Sobald sich unser Ansprechpartner aber außer Rufweite befindet, greifen wir klassischerweise zum Telefon.

IP-Adressen

In der Netzwerktechnik läuft es ähnlich ab. Ein Blickkontakt ist nicht möglich, Datengeräte reagieren dabei auf Binärcodes. Der Raum, in dem sich Menschen unterhalten existiert erstmal auch nicht. Aber wenn sich der Kommunikationspartner des Gerätes in einer anderen Stadt aufhält, dann müssen sich diese Geräte irgendwie finden können. Wie beim Telefonieren oder bei der Kommunikation mit einem Brief per Post gibt es in der Netzwerktechnik Adressen und Nummern,

Für jedes Gerät gilt: Der Raum, in dem sich die Netzwerkkarte befindet, wird mit der IP-Adresse beschrieben. Gleicher Raum entspricht gleicher IP-Adressbereich.

Der IP-Adressbereich muss festgelegt werden. Damit die Geräte wissen welchem „Raum“ der jeweilige Kommunikationspartner zugehörig ist, muss diese Information in den Netzwerkeinstellungen entsprechend konfiguriert werden.

Wenn wir als Menschen ein Gebäude betreten und unseren Kommunikationspartner suchen, dann weisen uns z.B. Schilder zur richtigen Etage oder eine Empfangsdame weist uns den Weg. Wir fragen uns durch oder suchen den Weg.

Ein Netzwerkgerät kann nicht suchen. Ein Netzwerkgerät kann nur fragen.

Wenn ein Gerät ein Einschaltsignal versenden möchte, muss er erstmal das Ziel kennen. Das Ziel wird in den Konfigurationseinstellungen des Anwendungsprogramms definiert. Die Empfänger IP-Adresse wird also im Anwendungsprogramm festgelegt. – Dazu an anderer Stelle mehr.

Ist das Ziel in Form einer IP-Adresse bekannt beginnt auch schon die Abfrage. Wenn sich ein Gerät mit einer passend konfigurierten Netzwerkadresse im Netzbereich befindet, dann wird dieses Gerät auch antworten. Es muss antworten, da es Regeln gibt, an denen sich alle zu halten haben. Verstecken ist also erstmal nicht möglich.

Der Kommunikationspartner mit der passenden Adresse empfängt die Anfrage und bestätigt die Existenz des Zieles. Und wie es auch im richtigen Leben so ist, stellt man sich erstmal vor und tauscht seine Namen aus. Der Namen einer Netzwerkarte ist die MAC-Adresse. MAC steht für Media-Access-Control und ist eine 48 Bit lange Adresse, welche weltweit einmalig ist.

Für unsere Kommunikation zwischen den Geräten wird es nun einfacher. Die Adresse ist bekannt und bestätigt, außerdem wurden die Namen in Form der MAC-Adresse ausgetauscht. Da sich beide Kommunikationsteilnehmer auch noch auf demselben Kabel befinden, können sich beide Teilnehmer nun beim Namen ansprechen und ihre Daten austauschen. Das nennt man eine Kommunikation auf Schicht 2 des OSI Modells.

Ein Netzwerk mit zwei Geräten ist in der Regel aber die Ausnahme. In einem Netzwerk befinden sich in den häufigsten Fällen wesentlich mehr als zwei Geräte. Je nach Netzwerkgröße sind mehrere Hundert oder auch Tausende möglich. Um diese zu verwalten wird ein geschaltetes Netzwerk, Switched-Network, eingesetzt. Switche sind Geräte, welche zwischen den Kommunikationsteilnehmern vermitteln. An den einzelnen Eingängen am Switch wird in der Regel nur ein Endgerät eingesteckt. Der Switch kennt die Namen in Form der MAC-Adressen der einzelnen Endgeräte und vermittelt bei einer Anfrage zwischen den Geräten. Diese können nun kommunizieren ohne weitere Teilnehmer zu stören. Innerhalb eines Netzwerkbereiches kennen sich die Teilnehmer und die IP-Adresse wird nur zum Kommunikationsaufbau und Wegfindung benötigt.

Befindet sich das Ziel in einem anderen „Raum“, also in einem anderen Netzwerk mit einem unterschiedlichen IP-Adressbereich, dann vermitteln Router zwischen den Netzen. Ein Router kennt die unterschiedlichen Netze. Das sendende Gerät aus dem ersten IP-Adressraum, wird über den Router an das empfangene Gerät in einem zweiten Adressraum geleitet. Die Geräte bestätigen die Gültigkeit ihrer Adressen und der Datenaustausch kann beginnen.

Router verbinden Netzwerke

Router verbinden Netzwerke und leiten Anfragen von einem Endgerät zu dem entfernten Endgerät weiter. Es handelt sich hierbei um eine Kommunikation auf Schicht 3 des OSI-Modells.

Das Zusammenspiel von Netzwerkkarten in Endgeräten, Switche innerhalb des eigenen Netzwerkes und die Verbindung von Routern zu entfernten Netzwerken bilden die grundsätzliche Kommunikationsstruktur in IP-Netzwerken. Dabei stellen IP-Adressen und MAC-Adressen die wichtigsten Parameter zur Wegfindung zum Ziel mit anschließender Datenkommunikation.

Die gängigsten Programme, Webdienste, Servertechnologien, Verschlüsselungsformen und sonstige Anwendungen, im Internet und im Netzwerk, halten sich an die grundsätzlichen Regeln in der Kommunikation. Dabei ist es unerheblich welche Art von Daten übertragen werden. Wichtig ist, dass sie ankommen.

Fazit

Für ein Gerät in der Netzwerktechnik ist die IP Adresse die wichtigste Information, um sein Ziel zu finden. Mit IP-Adressen werden Routen beschrieben und Wege gefunden, um den Kommunikationspartner auf der ganzen Welt zu finden. Für das Netzwerkgerät ist es deshalb unerheblich, ob der Kommunikationspartner direkt mit einem Kabel verbunden ist, oder ob ein Router ihm den Weg zeigen muss. Ohne IP-Adresse ist der Weg zum Kommunikationspartner nicht auffindbar.

Um Geräte in ein Netzwerk einzubinden werden Kenntnisse der Netzwerkbereiche benötigt. Darüber hinaus werden Grundkenntnisse im Umgang mit dem eingesetzten Endgerät vorausgesetzt. Der Nutzer hat sehr häufig keine Information bzgl. der Netzwerkumgebung. Ein Netzwerk ist nur Mittel zum Zweck um seinen Dienst, sein Signal, Anforderung oder sonstige Daten von einem Ort zu einem anderen zu übermitteln. Der Installateur des Netzwerkes muss also wissen, wonach er fragen muss, wenn Kommunikation stattfinden soll.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat und Sie mehr über Kommunikationsprinzipien erfahren wollen, oder mehr über das Zusammenspiel von Netzwerktechnik, Smart-Home, E-Mobilität, Social-Media und Videotechnik haben, dann hinterlassen sie mir gerne ihre E-Mail-Adresse. Sichern sie sich hier ein kostenlosen E-Book als Geschenk zum Thema Social-Media-Marketing im Internet.

sag es weiter...
>
GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner