Smart Home, Smart-Grid, Smart-Living, Smart…

Smart Home, Smart-Grid, Smart-Living, Smart….. eigentlich kann ich es fast nicht mehr hören.
Was genau ist denn nun Smart Home?

Schaut man sich bei großen Online Händlern um, dann ist das z.B. eines der vielen Smart-Home-Starter-Pakete. Aber seien wir mal ehrlich zu uns selber. Ist es bereits ein Smart Home wenn man nur das Licht per Sprachbefehl dimmen kann? Ich selber sehe das nicht so. Ein Smart Home bezeichne ich mehr als “Intelligentes-Haus”. Ich finde auch, das dieser Begriff viel besser passt.

Was genau macht denn ein Haus Intelligent bzw. was definiert ein Smart-Home? Was macht es aus? Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und weil es sich durchgesetzt hat, verwende ich im weiteren Verlauf den Begriff “Smart-Home”.

Ein Smart-Home soll den Bewohner in seinem Leben unterstützen, indem das Haus weiss, was als nächstes passieren wird. Ich gebe mal ein Beispiel.

Der Bewohner kommt mit seinem Auto nach Hause gefahren. Ca. 15 Sekunden vor eintreffen an seinem Haus, öffnet sich das Garagentor automatisch und die Wohnungstür wird entriegelt.

Aber warum ist das so? Im Prinzip sendet eine App in seinem Handy vollautomatisch den Standort an einen entfernten Server, der Irgendwo in Deutschland steht.
Gleichzeitig weiß die App ob man sich auf dem Heimweg befindet oder nicht.

Ein Logik im Hintergrund wertet diese Daten aus und gibt nun das Signal “Tür auf”.
Oder die Tür bleibt verschlossen wenn der Datensatz nicht passt.

Das Schloss benötigt eine Internetverbindung, damit die passenden Informationen eingespielt werden können. dies wird in der Regel mit WLAN- Technologien ausgelöst. Wenn der Server das Signal “Tür auf” sendet, löst der Mechanismus die Entsprechende Aktion aus und die Tür wird entriegelt.

Vom Prinzip ist es so, dass speziell benötigte Daten zur Verfügung gestellt werden müssen. Die Daten werden ausgewertet und eine entsprechende Logik führt die Aktion aus.

Diese Vorgehensweise ist typisch für die Gebäudeautomation. In meinem Beispiel jedoch wird die Gebäudeautomation jedoch durch eine App ergänzt, um die notwendigen Daten über einen extern untergebrachten Server in das Gebäude einzuspielen.

Was ist Datenlogistik


Unter Datenlogistik versteht man die zeitliche und mengenmäßige Bereitstellung relevanter Daten.

Relevanz und zeitliche Abhängigkeit gehören gerade bei einem Smart Home zusammen. Denn was soll ein Smart Home mit Daten anfangen, die bereits drei Stunden alt sind? -Genau gar nichts mehr.
Betrachten wir einfach mal eine Heizungsanlage in Kombination mit Fensterkontakten. Eine Heizungsanlage kann über Fensterkontakte gesteuert werden.
Im einfachsten Fall: Fenster auf = Heizung aus. Aber es bringt der Heizung nichts wenn das Fenster schon lange wieder zu ist und das Signal “Fenster auf” steht noch an.
Ich gebe zu dies ist ein recht simples Beispiel für Datenlogistik. Aber es veranschaulicht sehr gut, wie wichtig es ist, passende Daten zum richtigen Zeitpunkt vorzuhalten.

Wie viele Daten werden alleine in unseren Smartphones gesammelt? Unüberschaubar viele. Und was kann man damit machen? Alles mögliche. Aber nur dann, wenn diese zeitlich auch relevant sind.

Der umgekehrte Weg ist natürlich auch denkbar. Wenn aus einer Alarmanlage heraus unterschiedliche Daten gesammelt werden und auf einem Handy bereitgestellt werden. Im Alarmfall möchten alle beteiligten schnell informiert werden wie es mit dem Zustand des Gebäudes aussieht. Und das Zeitnah.

Natürlich haben die sicherheitstechnischen Hersteller und Unternehmen viel Erfahrung in der Datenerfassung. Dennoch, warum sollte man sich nicht genau dieses zu Nutze machen?

Einrichten eines Smart Home

Wie auch immer ein Smart-Home aufgestellt wird. Alle eingesetzten Systeme müssen ihre Daten zeitrelevant zur Verfügung stellen.

Aber erst in Verbindung mit einer eingesetzten Logik dahinter wird das Eigenheim zu einem Smart-Home.

Wer sich ein Smart-Home einrichten möchte beginnt meistens mit einem Sprachmodul eines großen Internationalen Versandunternehmens.

Leider ist es so, das die meisten Nutzer über das Einschalten eines Musiktitels oder den Warenkorb füllen nicht hinaus kommen. Um das Licht dimmen zu können wird dann wiederum weitere Hardware z.B. Phillips-Hue benötigt. Das Einrichten geht dann zwar auch recht schnell und einfach, aber von einem Smart Home ist das noch weit entfernt.

Professionelle Software und Systeme hingegen benötigen neben elektrotechnischer Kompetenz auch tiefergehende Ausbildung in Gebäudeautomation wie KNX. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass gerade in diesem Bereich alle wichtigen Hersteller elektrotechnischer Komponenten und Systeme auf diesem Installationsbus setzen und entsprechende Geräte verkaufen.


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