Datenlogistik
Wieder ein neues Kunstwort?


Smart-Home, Smart-Building, Smart-X. Was dahinter steht habe ich bereits in einem anderen Blog dargestellt. Ich möchte hier einmal beleuchten, was das Interessante hinter Smart-Home ist und vor allen Dingen, ab wann ein Gebäude als “Smart” gilt.

Dazu erst einmal etwas Geschichtsunterricht.

Bereits seit den 1990er Jahren haben sich einige Firmen zusammengetan und ein gemeinsames System zur Gebäudesteuerung entworfen. Die Bezeichnung Instabus, was wohl eine Abkürzung zum Installationsbus war, hat sich schnell zum europäischen Standard entwickelt. Daraus wurde dann der Europäische Installationsbus – EIB. Mittlerweile haben sich weltweit so viele Firmen diesem Standard angeschlossen, das sich daraus die Konnex-Association gebildet hat. Der Bus wird seit den als KNX-Bus bezeichnet, was wiederum eine kurzform von Konnex zu sein scheint. Der große Vorteil dabei ist die Abwärtskompatibilität. Alle bis heute entwickelten Taster und Aktoren können ins System implementiert werden. Dies bedeutet für den Verbraucher eine hohe Zukunftssicherheit.

KNX ist zum einen nicht das einzige System in der Gebäudeautomation, außerdem wird KNX auch nicht von jedem favorisiert. Zu teuer, zu kompliziert, zu aufwändig in der Installation – das sind die Hauptgründe die vielfach angesprochen werden.

Wir werden noch sehen, dass es nicht so ist.

Je nachdem aus welcher beruflichen Fachrichtung man kommt hat man heute unterschiedliche Möglichkeiten eine Gebäudeautomation umzusetzen..

Jemand aus der Industriellen Anwendung greift wahrscheinlich lieber auf eine Siemens-SPS zurück, oder bevorzugt eine Wago-Steuerung, wohingegen ein Informatiker eher eine Affinität zu PC- und netzwerkgestützten Systemen zeigt. Immerhin, die Welt spricht IP. Aber was hat dies nun alles mit Datenlogistik zu tun?

Was ist überhaupt Logistik? Logistik ist die zeitlich und örtlich korrekte Bereitstellung von Material und Ressourcen. Dies gilt auch für relevante Daten, und zwar wann ich sie brauche und wo ich sie brauche.

Gebäudeautomation stellt Daten zur Verfügung, die dann von einer Logik in entsprechende Aktionen umgesetzt werden. Der Sensor stellt eine Information zur Verfügung, z.B. eine Temperatur und der Aktor reagiert zum Beispiel mit dem öffnen eines Heizkörperthermostaten.


Wichtig dabei ist, dass der Aktor in zeitlicher Relevanz zur bereitgestellten Information reagiert. Ist die Information zu alt, braucht ein Aktor unter Umständen nicht mehr zu reagieren, da bereits andere Reaktionen erfolgen müssten.

Datenlogistik soll also relevante Informationen zur passenden Situation bereitstellen.

Je mehr Informationen dabei von der Automation bereitgestellt wird, desto mehr logische Möglichkeiten können sich einstellen. Smart wird ein Gebäude dann, wenn sich auf unterschiedliche Sensorwerte vom Systembus, die Aktion mit dem größten Nutzwert herausbildet.


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