"Kommunikationstechnik"

langweilig oder spannend?

Mein beruflicher Werdegang begann bereits 1993 mit der Ausbildung zum Kommunikationselektroniker. Ein Beruf, von dem viele nicht einmal wissen um was es dabei eigentlich geht, aber alle haben mich gefragt ob ich ihr Radio reparieren kann.

Aus den Radios wurden dann Funkgeräte, aus den Funkgeräten die ersten Computer und später die Smartphones.
Aber so modern wie die Geräte auch geworden sind, folgen doch alle Techniken den gleichen Prinzipien der technischen Kommunikation.
Bis hin zum heutigen Smart-Home gilt: Es sind die Nachrichten um die es geht, und die Logistik. Ich verwende hier gerne den Begriff “Datenlogistik”. Denn Daten sind meiner Meinung nach die wichtigsten Nachrichten die in der heutigen modernen Welt übermittelt werden müssen.

Datenlogistik

Was ist eigentlich Logistik? Per Definition ist Logistik die Fähigkeit, Material, Personal und entsprechend meiner Auffassung auch Daten, zeitgerecht als auch in der richtigen Menge zur Verfügung zu stellen.
Mit Logistik wird unsere Wirtschaft am laufen gehalten. Aber auch das Militär und alle Privatpersonen hängen von Logistik ab. 

Automatisierung:

Automatisierung ist ein Kernthema der Industrie. Mittlerweile hat auch die Automatisierung in Einfamilienhäusern und Wohnungen Einzug erhalten. Das Smart-Home wird immer wichtiger. Aber auch beim Breitbandausbau und der Energiewende ist Kommunikationstechnik ein wesentlicher Faktor.
Damit Gebäudeautomation funktionieren kann müssen die einzelnen Komponenten miteinander kommunizieren.
Sprachsteuerung, Visualisierung, Sensoren und Aktoren müssen miteinander “sprechen” und ihre Daten zeitgerecht austauschen.

Über mich...

Mein Name ist Thomas Ernst

Kommunikationselektroniker der Fachrichtung Funktechnik, Elektrotechnikmeister und Ingenieur. Eine Berufswahl, die bis heute nachhaltig mein Leben geprägt hat.
Kommunikationstechnik - ein Begriff der bei den meisten Menschen Langeweile auslöst. Und wenn ich ehrlich zu mir selber bin, dann ist Kommunikationstechnik auch ein langweiliger Begriff. Warum sollte man also sein Leben einer Technik widmen was sich mit Kommunikation beschäftigt?
Aus Neugier. Ich wollte wissen was andere wissen. Ich wollte wissen wie Nachrichten von A nach B geschickt werden und vor allem wollte ich wissen, wie ich diese Nachrichten “abhören” konnte. Ich war neugierig, bzw. hatte den “Wissendrang” diese Geheimnisse zu lüften. Und es gab viele Geheimnisse. Bereits auf dem Schulhof haben sich die Mädchen kleine Zettel zugesteckt. Was da drauf stand? keine Ahnung. Das wollten sie den Jungs nicht mitteilen. 

Handys, die gab es in den 80ern noch nicht. Die TV-Programme haben sich auf drei Kanäle beschränkt. Man hat es auch nichts hinterfragt, es war einfach so... und dann kam RTL. 
Ausgestrahlt von dem Fernsehturm in ca. 40 km Entfernung. Per Zufall entdeckt, als ich mal wieder an dem Empfänger meines Fernsehers, 30cm, Röhre, ohne Programmspeicher rumgeschraubt habe. RTL - Eine Sensation für die Kinder der 80er auf dem Land. Leider immer nur ein verrauschtes Bild, bis mir ein Bekannter meines Vaters erzählt hat, dass ich die Antenne um 90° drehen muss. Gesagt getan, das Bild war besser. Zum ersten mal hatte ich etwas von horizontaler und vertikaler Polarisation gehört. Rückwirkend war klar,  Funk, Kommunikation und alles was damit zu tun hatte, ist ab jetzt mein Thema. Es folgte meine Ausbildung zum Elektroniker, natürlich in der Fachrichtung Funktechnik. Eine Zeit die Geprägt war vom Löten, Platinen, Schwingkreisen und Antennen, aber auch Berichtshefte schreiben, natürlich in Normschrift.

CB-Funk und das Mithören des Polizeifunks mit selbstgebauten Empfängern gehörten zu meiner Ausbildung dazu.
Eine spannende Zeit, die mit dem Bau eines eigenen UKW-Radiosender endete. Aber mehr als ein paar Sätze haben wir uns nicht getraut zu senden. Die Angst vor den empfindlichen Strafen der Bundespost war einfach zu groß: Was fängt man dann mit so einer Ausbildung an? Genau, ab zur Bundeswehr. Als Radarmechaniker und später als Elektroniker für Datenanzeigegeräte, also dem klassischen Radarschirm, wie er in alten Filmen immer noch zu sehen ist. Der Begriff Funktechnik hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Von Mittelwelle über UKW bis in die höchsten Frequenzen hinein, der Radartechnik habe ich nun alles einmal durchgemacht. Und dann erst kam der Personalcomputer. Mein erster eigenen PC war ein Laptop, welchen ich einem Kameraden abgekauft habe der diesen aus den USA von einer Dienstreise mitgebracht hat.
Absolutes High-Tech. Win 98, JBL-Lautsprecher, ganze 64 MB-Ram und 4 GB Festplatte. Für damalige Verhältnisse ein absoluter Knaller. 

Aber verlieren wir uns nicht in Details.
Ich habe mich immer für das interessiert, was scheinbar nicht erreichbar war. 

Fortbildung war angesagt. Elektrotechnikmeister mit dem Schwerpunkt der Kommunikations- und Sicherheitstechnik, was in der Folge zu einem Elektrotechnikstudium im Fachbereich Energietechnik führte. Einer der besten Entscheidungen für mich zu dem Zeitpunkt. Denn was ich mir damals noch nicht vorstellen konnte waren die Möglichkeiten die sich in Kombination mit der Kommunikationstechnik geboten haben. 

Heute bin ich Dozent und Coach im Fachbereich Kommunikation- und Informationstechnik bei einem privaten Bildungsdienstleister für Elektro- und Informationstechnik. Für die Handwerkskammer Oldenburg nehme ich seit 2013 Prüfungen für das Berufsbild “Meister im Elektrotechnikerhandwerk” ab. 

Auf diesen Seiten finden sich viele Themen der Kommunikationstechnik, der Gebäudeautomation, sowie Smart-Home und Elektromobilität.

Seid gespannt.

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